• Jennifer Ebbinghaus

#WortRegie - ENDE und Jetzt?

Ein so kleines Wort und doch eine so große Bedeutung. Eine Lawine der Erleichterung, von Stolz und Übermütigkeit überrollt einen förmlich, wenn man diese vier Buchstaben unter sein Manuskript gesetzt hat.

Eine Flasche Wein später folgt dann die Ernüchterung: Und jetzt? Was mache ich zuerst? Cover? Lektorat? Oder vielleicht direkt die Goodies für Bloggerboxen basteln?

In erster Linie heißt es: Ruhe zu bewahren. Ihr habt den wichtigsten Schritt getan, die Geschichte steht, sie hat einen Anfang einen Mittelteil und ein Ende. Glückwunsch! Nun ran an den Feinschliff! Natürlich ist es nicht verboten oder falsch, wenn ihr euch vor lauter Übermut in eine der kreativen Baustellen stürzt, doch empfehlen kann ich vor allem den frischen Autoren unter euch, dem Manuskript mehr Zeit zu geben.

Legt eine weitere Überarbeitungsphase ein, lest euer Manuskript erneut, überarbeitet Sätze, die holprig klingen und überprüft das Ganze nach Plotlöchern. Ich weiß, das klingt in erster Linie eher so: »Och nöööö« ABER eure Lektorin oder euer Lektor und die Testleser (falls ihr mit welchen arbeitet) werden es euch danken.


Gerade beim Lektorat könnt ihr dadurch bares Geld sparen. Plotlöcher, sprachliche Defizite und Ungereimtheiten, die ihr selbst findet und ausmerzt, erhöhen die Qualität eures Textes, anhand dessen die Lektoren entscheiden, welches Angebot sie euch unterbreiten können. Wer sich auf den Hosenboden setzt, spart am Ende bares Geld.

Wenn ihr fleißige Bienchen seid, könnt ihr natürlich auch mehrere Korrekturrunden einlegen, aber lasst euch gesagt sein, dass ihr ab einem gewissen Punkt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr seht. Ändern kann man an seinem Text IMMER etwas, doch irgendwann wird euch Feedback und Input von Außen viel weiter bringen, als ihr selbst es könntet.

Als abschließendes Wort: Überstürzt nichts, verpasst aber auch nicht den Absprung, eure Geschichte den ersten Reaktionen auszusetzen.


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